Zeittafel zur Rheinischen Kirchengeschichte

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Zeittafel zum 16. Jahrhundert

1515 Wahl Hermanns V. Graf von Wied zum Erzbischof von Köln
1517 Martin Luthers Anschlag der 95 Thesen in Wittenberg
1520 Ulrich von Hutten findet Zuflucht auf der Ebernburg.
1520 (12.11.) In Köln werden Schriften Luthers verbrannt.
1521 Vereinigung von Jülich-Berg und Kleve-Mark unter Herzog Johann III.
1524 Reformatorische Tätigkeit Adolph Clarenbachs in Wesel.
1528 (1.1.) Landgraf Philipp von Hessen führt in seiner Funktion als Graf von Katzenelnbogen in St. Goar, Werlau und Pfalzfeld die Reformation ein (älteste ev. Kirchengemeinden im Rheinland).
1528-1535 Verfolgung der Täufer
1529 Martin Luthers Kleiner und Großer Katechismus
1529 (27.9.-5.10.) Marburger Religionsgespräch: u.a. Martin Luther, Martin Bucer, Ulrich Zwingli, Philipp Melanchthon, Justus Jonas. Keine Einigung in der Abendmahlsfrage.
1529 (28.9.) Adolph Clarenbach und Peter von Fliesteden werden in Köln als Ketzer verbrannt.
1530 (25.6.) Confessio Augustana invariata (1540 variata)
1531 (22.-31.12) Gründung des Schmalkaldener Bundes
1532 (11.1.) Herzog Johann III. erläßt eine Kirchenordnung für Jülich-Kleve-Berg. Die Kirchenordnung vom 8.4.1533 führt die Grundsätze weiter aus.
1533 Graf Philipp von Nassau-Weilburg, zu dessen Herrschaft das Amt Gleiberg (heute Kkr. Wetzlar) gehört, erläßt eine ev. Agende und Kirchenordnung
1540-1548 Nikolaus Buscoducensis auf Empfehlung von Philipp Melanchthon in Wesel
1542 (17.12.) Der Straßburger Reformator Martin Bucer predigt in Bonn.
1543 (August) Der Kölner Erzbischof Hermann von Wied erläßt die Kirchenordnung "Einfältiges Beden-ken...", die von Bucer und Melanchthon unter Mitwirkung von Pistorius und Hedio verfaßt worden war, und versucht damit eine Reform einzuleiten.
1543 (8.4.) Philipp Melanchthon in Bonn.
1543 (7.9.) Ende des Geldrischen Erbfolgekrieges im Friede von Venlo: Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg-Mark muß sich Kaiser Karl V. vollständig unterwerfen und versprechen, mit seinen Ländern bei der alten Kirche zu bleiben und bereits durchgeführte religiöse Neue-rungen rückgängig zu machen. Dennoch duldet er Kirchenreformbemühungen seines Kanzlers Konrad von Heresbach.
1544 Das "Handbüchlein eines evangelischen Bürgers", eine Zusammenstellung von ca. 90 alttestamentlichen und ca. 130 neutestamentlichen biblischen Sprüchen oder Abschnitten, erscheint in Bonn, ursprünglich hg. von Arnd von Aich, Neuauflage von Johann Meinerzhagen.
  Handbüchlein
1544/1545 Bonner Gesangbuch: erstes ev. Gesangbuch im Rheinland
  Gesangbuch
1546 (16.4.) Erzbischof Hermann von Wied wird exkommuniziert und tritt am 15.2.1547 zurück.
1547 Johann Monheim, Rektor der Lateinschule in Düsseldorf, veröffentlicht seinen ersten Katechismus, gedruckt in Wesel, 2. Aufl. 1560 in Düsseldorf.
1554 Einführung der Reformation in Solms-Braunsfels.
1554 Lutherisches Gesangbuch wird in Wesel gedruckt.
1555 Die Wild- und Rheingrafschaft wird lutherisch (Birkenfeld, Kreuznach, St. Wendel, Simmern, Sobernheim, Trier).
1555 (25.9.) Augsburger Religionsfrieden ("cuius regio, eius religio".)
1557 Kirchenvisitation in der Hinteren Grafschaft Sponheim auf Veranlassung von Pfalzgraf Friedrich von Simmern.
1557 (1.6.) Luth. Zweibrücker Kirchenordnung des Pfalzgrafen Wolfgang
1560, ca. Reformation in der Grafschaft Moers.
1560 ff. Graf Dietrich VI. von Manderscheid-Schleiden führt das lutherische Bekenntnis ein.
1560 ff. Graf Adolf von Sayn führt die Reformation in der Grafschaft Sayn, einschließlich der Herrschaft Homburg, ein (heute Kkr. Altenkirchen und An der Agger).
1560 ff. Reformation in der Grafschaft Wied unter Graf Johann IV.
1560-1584 Reformation in der Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt (Bergneustadt, heute Kkr. An der Agger)
1563 (Februar) Erste Ausgabe des Heidelberger Katechismus
1563 (28.4.) Reformation in Essen
1563 (15.11.) Veröffentlichung der von Caspar Olevian redigierten Kurpfälzischen Kirchenordnung, die zugleich die vierte Ausgabe des Heidelberger Katechismus enthält.
1566-1648 Niederländischer Freiheitskampf: Flucht vieler Niederländer vor der Inquisition in die benachbarten niederrheinischen Orte.
1568 Herborner Gesangbuch mit der Psalmenbereimung von Ambrosius Lobwasser.
1568 (3.11.) Abschlußprotokoll des Weseler Konvents. Die 63 Teilnehmer, zumeist niederländische Glaubensflüchtlinge (28 kommen aus Wesel bzw. dem Herzogtum Kleve, 22 aus Emden bzw. Ostfriesland und 11 Flüchtlinge aus London und Norwich), beraten unter Vorsitz von Peter Dathen und seinem Stellvertreter Hermann Modet die Einführung einer presbyterial-synodalen Gemeindeordnung.
1571 (3.7.) Erste ref. Jülicher Synode in Bedburg
1571 (4.-14.10) Emdener Synode "der niederländischen Kirchen, die unter dem Kreuz und über Deutschland und Ostfriesland verstreut sind"
1572 (29.7.) Erste ref. Klevische Synode in Wesel
1574 (1.8.) Graf Philipp III. von Nassau-Weilburg-Saarbrücken erläßt die lutherische Nassau-Saarbrücker Kirchenordnung, gedruckt 1576.
1582 (25.12) Gebhard Truchseß von Waldburg, Erzbischof und Kurfürst von Köln, tritt zum ev. Bekenntnis über.
1583-1589 Truchsessischer bzw. Kölnischer Krieg: Erzstift Köln geht in Wittelsbacher Hände über, Einsetzen der Gegenreformation in Köln.
1584 (1.7.) Gründung der reformiert ausgerichteten nassauischen Hochschule in Herborn (Johannea)
1585 Neuauflage der Kurpfälzischen Kirchenordnung mit dem "Kleinen Heidelberger Katechismus".
1587 (4.10.) Erster Konvent der ref. Klasse Bacharach
1589 (21.7) Erste ref. Bergische Synode in Neviges
1590 (22.12) Veröffentlichung der luth. Kirchenordnung des Grafen Heinrich zu Sayn
  KO
1598 Erstes Konzept einer lutherischen Kirchenordnung der Wild- und Rheingrafschaft